Die Zukunft im Blick: Pro Akustik Kongress mit Rekordbeteiligung

28.02.2018

Wie eine moderne Otoplastik die Möglichkeiten eines Hörsystems erheblich erweitern kann und warum Apps als Fernbedienung für Hörgeräte eine feine Sache sind, aber auch eine Herausforderung für den Hörakustiker, dass und vieles mehr erfuhren die rund 450 Teilnehmer des Pro Akustik Kongress Ende Februar in Hannover. 

Der digitale Wandel, veränderte Konsumgewohnheiten, kapitalkräftige vertikale Ketten forderten die Beratungs- und Fachkompetenzen der selbstständigen Hörakustiker jeden Tag aufs Neue heraus, so Pro Akustik-Geschäftsführer Martin Blecker in seiner kurzen Rede zum Auftakt der zweitägigen zentralen Fortbildungsveranstaltung für Mitglieder und ihre Mitarbeiter. Mit dem Programm des Kongress und der vorgeschalteten eintägigen Ausbildertagung geht der Qualitätsverband darauf ein.

Blick in die Zukunft zeigt Möglichkeiten

Für einen Blick in die Zukunft hatte der Verband Trendforscher Kai Arne Gondlach vom 2bAhead Think Tank in Leipzig eingeladen. Der wagte den weiten Bogen von Zukunftstechnologien über durch Bots vollkommen veränderte Kundenbeziehungen bis hin zu verschwindenden Standards und Unsterblichkeit als gar nicht so ferne Vision. In Bezug auf die Hörgerätetechnologie schlug er Hörgeräte vor, die als Simultandolmetscher funktionieren könnten. Sein Rat an die versammelten Pro Akustiker: Die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und einfach zu machen. Zukunft sei eine Frage der Perspektive, die man öfter einmal wechseln sollte. Gedächtnistrainer Markus Hofmann zeigte, wie in Bildern zu denken dabei hilft, schnell und nachhaltig Wissen aufzubauen. 

Mit kurzen, zehnminütigen Vorträgen kamen die Vertreter der Industrie zu Wort. Von der Verbesserung der räumlichen Wahrnehmung über Intelligente Kompression und adaptiver Situationserkennung bis hin zum natürlichen Klang der eigenen Stimme und Onlineservice gab es einen Überblick über aktuelle Technologien und deren Möglichkeiten.

Im Austausch sind auch kniffelige Fälle zu lösen

Den größten Teil des Programms kann die Pro Akustik mit eigenen Experten besetzen. Der Verband zeichnet sich dadurch aus, viele Mitglieder in seinen Reihen zu haben, die sich speziellen Themen wie Ausbildung, Technik oder Werbung besonders widmen, eigene Arbeitsgruppen leiten oder darin mitwirken. Das spiegelt sich in dem großen Workshop- und Austauschrunden-Angebot. Im Mittelpunkt stehen Themen aus den Bereichen Handwerk, Service und Technik, die Mitglieder und ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, ihren Kundenservice zu optimieren. Wie gehe ich zum Beispiel mit demenzkranken Kunden um, führe ein besseres Anamnese-Gespräch, aber auch, kniffelige Fälle aus dem eigenen Betrieb mit Kollegen zu lösen. Warum in der Hörakustik eben nicht nur die Hörtechnik sondern auch Otoplastiken wichtig sind und was diese leisten können, wurde ebenso beeindruckend und fachkundig geschildert wie das Otoplastik-Modelling geübt. Das Hörakustiker in Zukunft auch App-Experten sein müssen und was es dabei zu beachten gilt, konnte in der Praxis gleich ausprobiert werden. 

Offener und ehrlicher Austausch unter den Kollegen und mit der Industrie sei die fundamentale Stärke der Pro Akustik, hatte Geschäftsführer Martin Blecker es in der Einladung formuliert. Mit diesem Kongress hat der Verband das einmal mehr gezeigt.

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