Hören und Sehen

25.07.2016

Sehstörungen können auf ein bis zu 50 Prozent höheres Risiko für einen Hörverlust hinweisen. Das haben Forschungsergebnisse des Smith-Kettlewell Institut in San Francisco ergeben.

Wissenschaftler des Instituts hatten 446 Erwachsene im Alter von rund 80 Jahren auf Sehstörungen untersucht. Sie wollten wissen, wie gut die Probanden in unterschiedlichen Lichtverhältnissen Kontraste erkennen können. Die Ergebnisse zeigen, dass die Fähigkeit, Kontraste zu erkennen, in schwierigen Lichtverhältnissen mit dem Alter abnimmt.  

Anschließend wurde die Hörfähigkeit der Probanden getestet. Auch hier zeigte sich ein mit dem Alter abnehmendes Hörvermögen, insbesondere bei denjenigen Teilnehmern der Studie, bei denen auch das Sehvermögen eingeschränkt war. Das lege den Schluss nahe, dass ein beeinträchtigtes 

Sehvermögen im Alter eng mit einem beeinträchtigten Hörvermögen verbunden sei, so das Fazit der Untersuchungen. Interessant ist demnach vor allem die Ähnlichkeit der Beeinträchtigungen. Die verminderte Fähigkeit, Kontraste klar zu erkennen, entspreche der Beschreibung der Hörminderung vieler älterer Menschen. Auch hierbei gehe es darum, Kontraste zwischen den einzelnen Audiosignalen nicht mehr erkennen zu können, was besonders das Verstehen in lauter Umgebung beeinträchtige. Um den Zusammenhang zwischen Hörminderung und beeinträchtigtem Sehvermögen genauer zu erklären, seien weitere Forschungen notwendig.

Diese Webseite verwendet Cookies

Wir und unsere Partner verwenden Cookies, um unsere Dienste zu erbringen und Ihnen Werbung entsprechend Ihrer Interessen anzuzeigen. Durch die Nutzung unserer Internetseite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.