Bessere Cochlea Implantate dank Optogenetik

25.07.2016

An der Universität Göttingen arbeiten Forscher daran, mit einer optischen Stimulation des Innenohrs das Hören mit Cochlea Implantaten zu verbessern. Das teilte die Universität in einer Pressemitteilung mit.

Demnach ist als Optogenetik eine Kombination aus Genetik, Optik und Virologie zu verstehen, mit deren Hilfe es möglich sei, Gehirnzellen mit  Licht „an- und auszuschalten“. Die optische Stimulation des Innenohrs sei in der Lage, den Hörnerv gezielter zu stimulieren und damit einen besseren Klang zu erreichen als die bislang genutzten Elektroden in Cochlea Implantaten.

Man habe nach einem Weg gesucht, um die Übertragung der Frequenz und der Klangintensität zum Hörnerv zu verbessern, so Professor Tobias Moser von der Universität Göttingen auf dem 10. Forums der Federation of European Neuroscience Societies (FENS). Dafür sei die Optogenetik eine mögliche Lösung. 

Um mit Licht das Gehör aktivieren zu können, modifizierten die Wissenschaftler die Zellen im Innenohr von Nagern mit Viren, so dass sie lichtempfindliche Ionenkanäle in den Membranen der Hörnervenzellen produzierten. LED-Licht ausgesetzt, reagierten die Tiere darauf ähnlich wie auf Geräusche. Die Stimulation mit Licht ließe sich genauer steuern und ermögliche eine bessere Frequenz-Codierung als mit aktuellen elektrischen Cochlea-Implantaten.
Bevor die neue Technologie an Menschen getestet werden könne, sei es indessen noch ein weiter Weg. Immerhin habe man aber mit der optogenetischen Stimulation der Cochlea das Gehör tauber Mäuse wiederherstellen können. 
 

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